“Was weg ist, ist weg”? Forscher finden im menschlichen Knie einen Reparaturmechanismus, den man bisher nur von Salamandern kannte
Es ist einer der bekanntesten Sätze in orthopädischen Sprechzimmern.
”Das Knorpelgewebe, das hier abgebaut ist, kommt nicht wieder. Was weg ist, ist weg.”
Millionen Menschen haben ihn gehört. Die meisten haben ihn geglaubt. Und für viele ändert sich mit diesem Satz alles: Es geht nicht mehr ums Verbessern, sondern nur noch ums Verwalten. Schmerzmittel, eine Spritze, irgendwann der OP-Termin.
Doch in der Forschung ist dieser Satz längst nicht mehr so eindeutig, wie er klingt.
Denn Wissenschaftler der Duke University in North Carolina haben im Fachjournal Science Advances einen Mechanismus beschrieben, mit dem sich Knorpel in menschlichen Gelenken selbst reparieren kann. Ein Mechanismus, der jenem ähnelt, mit dem Salamander ganze Gliedmaßen nachwachsen lassen.
Die Frage ist also nicht mehr, ob Knorpel sich erneuern kann. Sondern was ihn daran hindert.
Forscher entdecken den “inneren Salamander” im menschlichen Knie
Salamander, Zebrafische und Axolotl haben eine Fähigkeit, um die Menschen sie beneiden: Sie können verlorene Gliedmaßen komplett nachwachsen lassen. Gesteuert wird das unter anderem von winzigen Molekülen, sogenannten microRNAs.
Das Team um Prof. Virginia Byers Kraus und Dr. Ming-Feng Hsueh von der Duke University wollte wissen, ob solche Mechanismen auch im Menschen stecken.
Dafür entwickelten sie eine Art “molekulare Uhr”: Sie bestimmten das Alter der Kollagen-Eiweiße im menschlichen Knorpel anhand von Veränderungen, die in Aminosäuren mit berechenbarer Regelmäßigkeit ablaufen.
Das Ergebnis überraschte selbst die Forscher:
Der Knorpel im Sprunggelenk war “jung”, der im Knie “mittelalt” und der in der Hüfte “alt”. Das bedeutet: Im Knorpel wird ständig umgebaut, nur unterschiedlich schnell. Und die Regulatoren, die beim Salamander das Nachwachsen der Gliedmaßen steuern, scheinen auch die Reparatur von Gelenkgewebe im Menschen zu steuern.
Laut der Pressemitteilung der Duke University halten es die Forscher für möglich, diese Regulatoren zu verstärken, dass sich geschädigter Knorpel wieder regeneriert.
Die Entdeckung verändert die Grundannahme: Knorpel ist kein totes Material. Er lebt, er wird umgebaut, und er hat eigene Reparaturwerkzeuge.
Auch Göttinger Forscher finden Knorpel-Vorläuferzellen dort, wo man sie nie vermutet hätte
Diese Erkenntnis passt zu einer Entdeckung, die bereits 2009 aus Deutschland kam.
Ein Team um Prof. Nicolai Miosge von der Universität Göttingen untersuchte Knorpelgewebe von Patienten, die ein künstliches Kniegelenk bekamen, also in einem späten Stadium des Knorpelabbaus. Veröffentlicht wurde die Arbeit im renommierten Fachjournal Cell Stem Cell.
Im geschädigten Gewebe fanden die Forscher eine besondere Zellgruppe:
sogenannte Knorpel-Vorläuferzellen.
Diese Zellen haben Eigenschaften von Stammzellen, können wandern und knorpelartiges Gewebe bilden. Das Bemerkenswerte: Im gesunden Knorpel kommen sie nicht vor. Sie tauchen genau dort auf, wo der Knorpel geschädigt ist.
Mit anderen Worten:
Der Körper schickt Reparaturtrupps an die kaputte Stelle. Selbst in einem späten Stadium.
Warum “Verschleiß” das falsche Bild beschreibt
Fragen Sie zehn Menschen, was mit einem Gelenk im Alter passiert. Neun sagen sinngemäß: Es nutzt sich ab. Wie eine Bremsscheibe. Wie ein Reifen, der irgendwann durchgefahren ist.
Ein abgefahrener Reifen wird tatsächlich nie wieder dicker. Deshalb klingt “Was weg ist, ist weg” so logisch.
Nur: Der Körper ist kein Reifen.
Das zeigen die beiden Entdeckungen deutlich. Und genau so argumentiert auch Dr. Wolfgang Feil.
Er ist promovierter Biologe, Autor mehrerer Bestseller zur Gelenkgesundheit und seit rund zwanzig Jahren Nährstoffberater für Spitzensportler und Nationalmannschaften. Auf seiner Website beschreibt er, dass Knorpelaufbauzellen auf zwei Wegen an die geschädigte Stelle gelangen: über das Knochenmark und dadurch, dass sich bestehende Knorpelzellen in teilungsfähige Aufbauzellen umwandeln.
Man kann sich das wie zwei Arbeitstrupps im Gelenk vorstellen. Der eine trägt altes Gewebe ab. Der andere baut neues auf. Solange beide im gleichen Tempo arbeiten, merken Sie jahrzehntelang nichts.
Was wir “Verschleiß” nennen, ist demnach kein Abrieb. Es ist ein Tempo-Unterschied: Der Abbau-Trupp arbeitet schneller als der Aufbau-Trupp.
Und bei zwei Trupps, die unterschiedlich schnell arbeiten, stellt sich eine völlig neue Frage: Was bremst den Aufbau-Trupp aus?
Das größte Hindernis für die Reparatur
Hier liefert Dr. Feil eine klare Antwort. Er beschreibt auf seiner Website, dass Entzündungen im Gelenk den Knorpel weiter schädigen und dass die wichtigste Maßnahme gegen weiteren Knorpelabbau ist, diese Entzündung herunterzuregulieren.
Nicht die Belastung ist also das Hauptproblem. Nicht allein das Alter. Sondern ein entzündliches Milieu, in dem genau die Zellen, die reparieren sollen, schlecht arbeiten können.
Und hier wird es unbequem.
Denn was tun die meisten, wenn beispielsweise das Knie entzündet ist und schmerzt? Sie greifen zu entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac. Oder sie reiben sich mehrmals täglich Schmerzgel aufs Knie.
Das klingt logisch: Entzündung raus, Schmerz weg.
Doch Dr. Feil schreibt sinngemäß, dass die gängigen Schmerzmittel bei längerer Anwendung Schleimhäute, Knochen und Knorpelzellen angreifen können. Sie schalten die Schmerzmeldung aus, nicht die Ursache.
Auch die offizielle Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie zum Kniegelenksverschleiß mahnt bei einer verbreiteten Routinebehandlung zur Vorsicht:
Kortison-Spritzen ins Gelenk sollen sorgfältig abgewogen werden, unter anderem, weil es Hinweise auf eine Hemmung des Knorpelstoffwechsels gibt.
Was den Schmerz dämpft, hilft dem Knorpel also nicht automatisch.
Das heißt nicht, dass diese Behandlungen falsch sind. Akute Schmerzen auszuhalten, ist weder tapfer noch sinnvoll. Aber wer jahrelang behandelt wurde und trotzdem eine Verschlechterung erlebt hat, findet hier vielleicht zum ersten Mal eine Erklärung, die nicht lautet: “Das ist eben das Alter.”
Ein Blick in Ihren Befund kann mehr verraten, als Sie denken
Die Forschung zeigt: Reparatur ist möglich, solange im Gelenk noch Gewebe vorhanden ist, in dem Zellen arbeiten können. Deshalb lohnt sich eine Frage, die kaum jemand stellt: Was heißt eigentlich “weg”?
Viele Betroffene sprechen von “Knochen auf Knochen”, obwohl im Befund noch Knorpelgewebe dokumentiert ist.
Wenn Sie Ihren letzten Befund noch haben, holen Sie ihn heraus. MRT-Befunde am Gelenk werden üblicherweise nach Kellgren und Lawrence eingeteilt, von Grad 0 bis 4. Steht dort “Grad 2”, “Grad 3”, “mäßig” oder “Chondropathie”? Dann ist schwarz auf weiß dokumentiert, dass Knorpel vorhanden ist. Ausgedünnt, belastet, beschädigt. Aber vorhanden.
Zerstörung ist endgültig. Unterversorgung ist es nicht.
Warum Knorpel so schlecht versorgt ist – und somit den Aufbau-Trupp wirklich ausbremst
Dass der Aufbau-Trupp oft zu langsam arbeitet, hat einen einfachen Grund.
Knorpel hat keine eigenen Blutgefäße. Er wird nicht über das Blut versorgt, sondern nur über die Gelenkflüssigkeit, die durch Bewegung in das Gewebe gepumpt wird. Wie ein Schwamm, der sich bei jedem Schritt vollsaugt.
Dazu kommt: Knorpel besteht zu einem großen Teil aus Kollagen. Und ab dem 25. Lebensjahr sinkt die körpereigene Kollagenproduktion um etwa 1 bis 1,5 % pro Jahr.
Und bei Frauen beschleunigt der Östrogenabfall in den Wechseljahren diesen Rückgang zusätzlich.
Wenn Sie diese Punkte zusammenlegen, entsteht ein anderes Bild als “Verschleiß”. Und ein Satz, den Sie mitnehmen sollten:
Der Aufbau-Trupp ist nicht faul. Ihm gehen die Baumaterialien aus — und das Gewebe, in dem er arbeitet, ist unterversorgt.
Das ist keine Schuld. Es ist Biologie. Und es ist der Grund, warum es tatsächlich Stellschrauben gibt, an denen Sie selbst drehen können.
Drei Stellschrauben, die Sie schon heute in der Hand haben – sortiert nach Aufwand
Die Diagnose lautet somit eigentlich nicht “Verschleiß” sondern “Unterversorgung” und genau dafür gibt es drei Hebel, die Sie selbst bewegen können. Sortiert vom größten zum kleinsten Aufwand:
- Stellschraube 1 – Bewegung: täglich, kostenlos.
Bewegung ist der einzige Weg, auf dem Nährstoffe überhaupt in den Knorpel gelangen. Auch die Leitlinie der Fachgesellschaft empfiehlt in der konservativen Behandlung an erster Stelle Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining. Schon ein täglicher Spaziergang hält den “Schwamm” in Bewegung.
- Stellschraube 2 – Eine antientzündliche Ernährung: zeitlich begrenzt, mittlerer Aufwand.
Wenn Entzündung der Hauptblockierer ist, liegt hier ein großer Hebel. Und nein, das heißt nicht: nie wieder Kuchen. Gemeint ist eine Phase von einigen Wochen antientzündlicher Ernährung, in der Sie bewusst weniger Zucker und Weißmehl und dafür mehr Gemüse, Kräuter und Fisch essen. Denken Sie es nicht als Diät. Denken Sie es als Kur.
- Stellschraube 3 – Die Versorgung: minimaler Aufwand.
Wenn im Gelenk Zellen sitzen, die arbeiten könnten, denen aber das Material fehlt, liegt eine Frage nahe:
Kann man die Versorgung von außen verbessern?
Genau hier setzt Kollagenhydrolysat an, kombiniert mit Vitamin C. Dr. Feil nennt Kollagenhydrolysat auf seiner Website ausdrücklich als eigenen Baustein seiner Schmerztherapie, mit einem Richtwert von mindestens 10 Gramm am Tag.
Und Vitamin C ist dabei kein Beiwerk. Ohne Vitamin C kann der Körper nämlich aus den zugeführten Bausteinen kein eigenes Kollagen bilden.
Warum ausgerechnet der kleinste Hebel einen Unterschied machen kann
In Erfahrungsberichten taucht immer wieder dasselbe Muster auf – und es ist eigentlich das Gegenteil dessen, was man erwarten würde.
Es sind nicht die Menschen, die alles gleichzeitig umgestellt haben. Es sind häufig Menschen, die nichts anderes verändert haben. Nicht die Ernährung, nicht das Gewicht, nicht das Bewegungspensum. Nur diese Nährstoffergänzung, beispielsweise in den Morgenkaffee.
Was sie nach ein paar Wochen berichten, ist erstaunlich.
Hier finden Sie beispielhafte Nutzerbewertungen zum meistverkauften deutschen Kollagen-Vitamin-C-Supplement des Herstellers Glow25 auf der Online-Bewertungsplattform Trustpilot.
Das ist kein Beweis. Einzelerfahrungen sind nie einer.
Aber es passt auffällig gut zur Unterversorgungs-These. Denn wenn ein Gewebe tatsächlich nur schlecht versorgt ist, dann müsste sich genau das zeigen: eine Veränderung, die eintritt, ohne dass sonst irgendetwas anders gemacht wurde.
Was die Studienlage zu Kollagen zeigt
Nüchtern betrachtet ist die Studienlage uneinheitlich, aber nicht leer, wie man hier sieht:
🔬 Lin et al. (2023) – Journal of Orthopaedic Surgery and Research
Eine Meta-Analyse randomisierter Studien fand bei Kniegelenksverschleiß eine signifikante Schmerzreduktion nach Einnahme von Kollagenpeptiden. Die Autoren betonen allerdings, dass die Aussagekraft wegen kleiner Stichproben begrenzt ist.
🔬 Clark et al. (2008) – Current Medical Research and Opinion
147 Sportler mit belastungsbedingten Gelenkschmerzen erhielten 24 Wochen lang täglich 10 Gramm Kollagenhydrolysat oder ein Placebo. In der Kollagengruppe gingen die Schmerzen bei Belastung deutlicher zurück.
🔬 McAlindon et al. (2011) – Osteoarthritis and Cartilage
Hier wurde nicht nach dem Befinden gefragt, sondern gemessen. In einem speziellen MRT-Verfahren zeigte sich bei Patienten mit Knorpelschäden im Knie eine Veränderung der Knorpelqualität gegenüber der Kontrollgruppe. Ein Placebo verändert kein MRT-Signal.
🔬 Shaw et al. (2017) – American Journal of Clinical Nutrition
Wurden Kollagenpeptide zusammen mit Vitamin C eingenommen, fanden sich deutlich mehr Kollagenbausteine im Blut als ohne Vitamin C.
Kollagen ist also kein Wundermittel. Aber ein Ansatz, der genau dort ansetzt, wo die Grundlagenforschung das Problem verortet: bei der Versorgung des Aufbau-Trupps.
Und die positiven Effekte daraus, werden immer häufiger dokumentiert.
Warum aber die meisten Kollagen-Pulver diese Effekte gar nicht erzielen können
Wer sich für die kleinste Stellschraube einer einfachen Nährstoffergänzung entscheidet, landet in einem unübersichtlichen Markt, wo jeder Hersteller von sich und seinem Produkt behauptet, der Beste zu sein.
Die Fachliteratur gibt aber, Gott sei Dank, klare Anhaltspunkte:
✅ Kriterium 1 – Molekülgröße bis maximal 4.000 Dalton. Hydrolysiertes Kollagen muss in kleine genug Peptide aufgespalten sein, um die Darmwand zu passieren. Studien zeigen Absorptionsraten von 95–99 % bei optimaler Molekülgröße.
✅ Kriterium 2 – Mindestens 10 Gramm pro Tag. Die Studien mit signifikanten Ergebnissen arbeiteten mit 10 bis 15 Gramm täglich.
✅ Kriterium 3 – Kollagen Typ I und Typ III. Diese beiden Typen kommen im Körper besonders häufig vor. Der Körper kennt diese Strukturen – und kann sie nach der Aufspaltung im Darm gezielt als Bausteine für Sehnen, Bänder und Knorpelgewebe nutzen. Genau das macht sie so wertvoll für chronische Probleme im Bewegungsapparat.
✅ Kriterium 4 – Vitamin C als Cofaktor. Ohne Vitamin C kann der Körper das Enzym nicht aktivieren, das Kollagen im Gewebe stabilisiert. Die Kombination steigert die Wirksamkeit nachweislich um bis zu 40 Prozent.
✅ Kriterium 5 – Europäische Herkunft, GMP-zertifiziert. Keine unbekannten Zusatzstoffe, unabhängig und laborgeprüft.
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Bei unserer Recherche sind wir immer wieder auf dasselbe Produkt gestoßen, das diese Anforderungen vollständig abdeckt:
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Fazit: Der Satz “Was weg ist, ist weg” ist nicht falsch – aber er ist überholt
“Was weg ist, ist weg” beschreibt korrekt, warum es schwierig ist, Knorpel wieder aufzubauen: keine Blutgefäße, langsame Versorgung, sinkende Kollagenproduktion.
Als Schlusspunkt taugt der Satz aber nicht mehr. Denn die Forschung hat drei Dinge gezeigt, die er weglässt:
1. Knorpel ist kein totes Material. Er wird ständig umgebaut und besitzt eigene Reparaturmechanismen, den “inneren Salamander”.
2. Der Körper schickt Reparaturzellen an geschädigte Stellen, selbst in späten Stadien.
3. Das größte Hindernis ist oft nicht das Alter, sondern Entzündung und Unterversorgung. Und beides lässt sich beeinflussen.
Nichts davon ist ein Heilversprechen. Niemand sollte eine notwendige Operation aufschieben oder eine Behandlung eigenmächtig absetzen.
Aber es lohnt sich, eine Frage ehrlich zu stellen:
Glauben Sie diesen Satz, weil Sie ihn geprüft haben? Oder weil Sie ihn oft gehört haben?
Denken Sie daran:
Zwischen “unmöglich” und “unterversorgt” liegt genau der Raum, in dem Sie selbst etwas tun können.
Quellen
- Hsueh, M.-F., Önnerfjord, P., Bolognesi, M.P., Easley, M.E. & Kraus, V.B. (2019). Analysis of “old” proteins unmasks dynamic gradient of cartilage turnover in human limbs. Science Advances, 5(10), eaax3203. DOI: 10.1126/sciadv.aax3203
- Duke University Medical Center (2019). Humans have salamander-like ability to regrow cartilage in joints. Pressemitteilung. https://corporate.dukehealth.org/news/humans-have-salamander-ability-regrow-cartilage-joints
- Koelling, S., Kruegel, J., Irmer, M., Path, J.R., Sadowski, B., Miro, X. & Miosge, N. (2009). Migratory chondrogenic progenitor cells from repair tissue during the later stages of human osteoarthritis. Cell Stem Cell, 4(4), 324–335. DOI: 10.1016/j.stem.2009.01.015
- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (2024). S2k-Leitlinie Gonarthrose (Living Guideline), Registernummer 033-004. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/033-004
- Lin, C.R. et al. (2023). Analgesic efficacy of collagen peptide in knee osteoarthritis: a meta-analysis of randomized controlled trials. Journal of Orthopaedic Surgery and Research, 18(1), 694. https://doi.org/10.1186/s13018-023-04182-w
- Clark, K.L. et al. (2008). 24-Week study on the use of collagen hydrolysate as a dietary supplement in athletes with activity-related joint pain. Current Medical Research and Opinion, 24(5), 1485–1496. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18416885/
- McAlindon, T.E. et al. (2011). Change in knee osteoarthritis cartilage detected by delayed gadolinium enhanced magnetic resonance imaging following treatment with collagen hydrolysate. Osteoarthritis and Cartilage, 19(4), 399–405. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21251991/
- Shaw, G. et al. (2017). Vitamin C-enriched gelatin supplementation before intermittent activity augments collagen synthesis. American Journal of Clinical Nutrition, 105(1), 136–143. https://doi.org/10.3945/ajcn.116.138594
- Feil, W. Knorpel kann nicht neu entstehen? Falsch! dr-feil.com Blog. https://www.dr-feil.com/blog/allgemein/knorpelregeneration.html
- Feil, W. Neue Wege bei Arthrose und Schmerzen. dr-feil.com Blog. https://www.dr-feil.com/blog/arthrose/arthrose.html
- Feil, W. Arthrose Pfeiler 4: Kollagenhydrolysat. dr-feil.com Blog. https://www.dr-feil.com/blog/arthrose/kollagenhydrolysat.html
- Kellgren, J.H. & Lawrence, J.S. (1957). Radiological assessment of osteo-arthrosis. Annals of the Rheumatic Diseases, 16(4), 494–502. https://doi.org/10.1136/ard.16.4.494
Häufig gestellte Fragen
- Ist es bei mir wirklich nicht zu spät, auch wenn schon Grad 3 im Befund steht?
- Die Befunde aus Duke und Göttingen zeigen, dass Reparaturaktivität auch in geschädigtem Knorpelgewebe messbar ist — inklusive Grad 3. Das ist kein Heilversprechen und keine Garantie, dass sich der Grad zurückstuft. Aber vielleicht hilft es auch Ihnen im Alltag, das Sie sich wieder freier in der Bewegung fühlen.
- Kann ich Kollagen zusammen mit meinen Schmerzmitteln nehmen?
- Kollagen ist ein Nahrungsergänzungsmittel und interagiert nach aktuellem Kenntnisstand nicht mit gängigen Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac. Bei bedenken beziehen Sie am besten Ihren Arzt ein.
- Wie lange muss ich es nehmen, bevor ich etwas merke?
- Die Studienlage zeigt Wirkungen ab etwa 8 bis 12 Wochen, deutlicher nach 24 Wochen. Wer nach zwei Wochen abbricht, weil “nichts passiert”, kann keine belastbare Aussage darüber treffen, ob es wirkt. Rechnen Sie mit einem ehrlichen Testzeitraum von mindestens drei, besser sechs Monaten.
- Ersetzt Kollagen die Bewegung?
- Nein, ganz klar nicht. Kollagen ist die dritte Stellschraube, nicht die erste. Ohne Bewegung wird der Schwamm im Gelenk nicht ausgedrückt und nicht neu versorgt — dann liefern Sie zwar Baumaterial, das aber nicht an der Baustelle ankommt.